• Was ist effektiver: Ausdauer- oder Krafttraining?

    Bei den Gesprächen mit unseren Mitgliedern kommt immer wieder die Frage auf, was besser und effektiver sei: Kraft- oder Ausdauertraining? Viele unserer Muskelmänner und -frauen mögen es überhaupt nicht zu Laufen, genauso haben einige Ausdauersportler das Gefühl Krafttraining sei überflüssig und machen einen weiten Bogen um jedes Fitnesscenter.

    Wir versuchen hier einige Vorurteile aus dem Weg zu räumen und erklären euch, was welches Training bewirkt und welchen Nutzen ihr daraus gewinnen könnt. Das wichtigste Vorweg: Beide Trainingsformen wirken oft ähnlich, aber nicht immer und überall gleich, ergänzen sich aber meistens wunderbar!

    Zumindest für den Sportanfänger ist die Sache klar: Es ist egal, ob er Runden im Park dreht oder Gewichte stemmt. Kondition und Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten verbessern sich in jedem Fall. Schon etwa zwei Stunden Joggen, vier Stunden Walking – oder rund zweieinhalb Stunden Training im Fitnessscenter pro Woche reichen aus, um deutlich gesundheitsfördernde Effekte zu erzielen.

    Sowohl Ausdauer- wie Krafttraining senken den Blutdruck, verbessern das Blut-Cholesterin, und der mittlere Blutzuckerspiegel sinkt. Somit bieten beide Trainingsformen Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes Typ II und sogar Krebs.

    Bei moderater Ausdauerbelastung wird der Fettstoffwechsel mehr angeregt, Ausdauerathleten bauen dafür aber weniger Muskelmasse auf. Auch sinkt der Ruhepuls durch Ausdauertraining stärker als beim Training mit Gewichten. Bei Kraftsportlern hingegen steigt der Energieverbrauch in Ruhe stärker. Sie verbrennen also beim Herumlungern auf dem Sofa mehr Kalorien als jemand mit schwächeren Muskeln. Und das Gewichte stemmen hat noch einen weiteren Vorteil: Neben der Kraft wächst auch die Knochendichte deutlich.

    Wir empfehlen deshalb die Kombination von Kraft und Ausdauer. Es hat sich gezeigt, dass dies deutlich effektiver ist als nur eine Trainingsvariante zu trainieren. Dabei verliert man unter anderem deutlich mehr Gewicht. Bei Ausdauersportlern verhilft Krafttraining zu Stabilität und somit zu besserer Körperhaltung bei langanhaltender Belastung, beugt zudem Verletzungen vor und sollte unbedingt in jeden Trainingsplan integriert werden.

    Wer mehr will als gelegentliches Training zur Verbesserung der Gesundheit, sollte sich aber doch entscheiden ob er/sie den Schwerpunkt auf das Krafttraining oder den Ausdauersport legt. Bei der Dosierung der Trainingsvarianten solltet ihr euch bewusst sein was das jeweilige Training bewirkt und je nach Schwerpunkt planen. Heftiges Ausdauertraining zum Beispiel behindert den Muskel- und Kraftaufbau. Dagegen stören Kraftbelastungen die Kreislaufleistung beim Ausdauersport nicht.

    Für alle von euch welche in erster Linie abnehmen möchten ist es wichtig zu wissen, dass man das mit Sport allein kaum hinbekommen. Um wirklich abzunehmen, solltest du aber auch unbedingt deine Ernährung umstellen, damit die Kalorienbilanz stimmt. Anfangs können Untrainierte durch Sport sogar zunehmen. Sie bauen dann nämlich zwar Fettmasse ab, zugleich aber Muskelmasse auf.

    Euer Körper und die damit verbundene Gesundheit, dankt es euch aber auf jedem Fall!

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